Auto- und Rallycross 2012 auf dem Gründautalring: Heimische Fahrer dominieren

(von Rita Mohr / Gelnhäuser Neue Zeitung)

Lokalmatador und amtierender Deutscher Meister Steven Laubach wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann überzeugend das 58. ADAC-Autocross in der Klasse 4. Der Wächtersbacher Doppelstarter Jörg Stenzel überzeugte in der Klasse 3a beim Autocross. In der DRX Rallycross-Trophy holte er sich Platz zwei. Wieder einmal stimmten die Rahmenbedingungen des MSC Gründautalring. Über 1300 motorsportinteressierte Zuschauer konnten am Pfingstwochenende spannende Rennen bei bestem Rennwetter hautnah miterleben.

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„Solch ein Rennen reibungslos abzuwickeln ist das Werk aller Mitglieder der MSC Familie, dafür möchte ich als 1. Vorsitzender meinen Dank aussprechen“, begrüßte Horst Laubach, dem die Gesamtleitung oblag, die Rennsportfans. Das Steuer des zweiten „Laubach Racing Buggys“ überließ Laubach, der in der Deutschen Meisterschaft auf Platz 5 (GNZ berichtete) liegt, an diesem Rennwochenende. seinem Sohn Niklas Laubach.

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Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von102,26 Stundenkilomter raste Steven Laubach trotz großer Leistungsdichte im Finallauf an die Spitze. „Es gab keine technischen Probleme. Zu Hause zu gewinnen ist einfach schön. Ich genieße das“, freute sich Steven Laubach über seinen Sieg. Laubach baute mit dem Sieg die Führung zur Deutschen Meisterschaft weiter aus. Beim Duell mit dem zweitplatzierten Karl-Heinz Baumgärtner erwischte Bruder Niklas eine Pylone, die seine Lenkung lahmlegte. Somit war für ihn die Suppe ausgelöffelt. 

In der Klasse 5 und 6 holte sich Dieter Dieselkämper vor MichaelStraub und Nils Horstkotte den Sieg. Im dritten Qualifikationslauf überschlug sich bei einem Duell der Schlüchterner Manuel Jäger in der Jugendklasse 9. Verletzungsfrei konnte er ins Finale gehen. Er bewies Nervenstärke und sicherte sich einen hervorragenden zweiten Platz.

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Unfälle, Überschläge und Einschläge in die Betonabgrenzung durch entstehende Duelle gingen in allen Klassen ohne größere Verletzungen ab. In den Autocross Klassen waren über 50 Fahrer am Start. Der Schlüchterner Patrick Siebert sah im Finallauf der Autocross Klasse 2 als Zweiter die Zielflagge. 6 heimische Motorsportpiloten gingen in der Autocross-Supertourenwagen Klasse 3a an den Start. Die drei Podestplätze blieben im Main-Kinzig-Kreis. Am erfolgreichsten war der Wächtersbacher Doppelstarter Jörg Stenzel mit Platz eins. Der Langstrecken erfahrene Motorsportler, der seine anfänglichen Erfolge bereits 1988 im Cross-Kart erzielte, gewann soverän auf seinem Ford Focus. Der Steinauer Tobias Esser Platz zwei gefolgt von Michael Elstner aus Schlüchtern auf Platz drei. Mit Platz fünf musste sich Jörg Herold aus Bad Soden-Salmünster Mernes. Der Bad Soden-Salmünsterer Marco Paulowitsch meldete sich nach den Qualifikationsläufen ab.

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In den fünf Klassen zum 29. ADAC Rallycross in Gründau absolviertenüber 50 Fahrer den zweiten Wertungslauf zur Deutschen Rallycross Meisterschaft. Im Finale der Rallycross Trophy Klasse standen als heimische Fahrer der Wächtersbacher Doppelstarter Stenzel, der in Erlensee wohnhafte mit polnischer Lizenz startende Bartlomiej Ruszczynski, der Schlüchterner Michael Elstner und der Steinauer Heiko Paries am Startband. Paries und Elstner qualifizierten sich im B-Finale für das alles entscheidende A-Finale. Ständige Führungswechsel standen an der Tagesordnung Stenzel verfolgt den amtierenden Deutschen Meister Wolfgang Kilb, dann zogen Philipp und Thorsten Leipold aus Ahnatal an Stenzel und Kilb vorbei und sahen als Erster die Zielflagge vor Stenzel. Pech hatte Paries. Ein Kupplungsproblem setzte ihn außer Gefecht . Ruszczynski wurde fünfter und Elster auf VW Sechster. Bei den Supernationals war vier Fahrer aus dem Main-Kinzig-Kreis vertreten. Für Tobias Esser  MSC Wittgenborn  war nur Platz fünf im B-Finale drin. Nicht qualifiziert hatte sich der Schlüchterner Thomas Henning. Der amtierende Deutsche Meister Hans Kirchhof MSC Schlüchtern beherrschte wieder einmal seinen Porsche und siegte mit einer Gesamtzeit von 3:13.031. Pech für den Gründauer Markus Ruppel im Finale. Ruppel hatte sich seinen dänischen Gegner Ole Bech nicht richtig zurecht gelegt, kollidierte mit ihm und musste den Finallauf frühzeitig beenden. 

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In den Königsklassen fehlten die bekannten Fahrer wie René Münnich, Mandie August und Rolf Volland. Münnich und August fahren in einer anderen Serie. Volland pausiert und baut sich ein neues Auto auf. Der norddeutsche Andreas Steffen aus Buxtehude siegte vor Sven Seeliger in der Super 1600 Klasse. Bei den SuperCars gab es sofort nach dem Start einen Einschlag in die Betonwand. Bernd Schomakers schönes Auto erwischte es so stark, dass er am Wiederholungslauf nicht mehr teilnehmen konnte. Salzgerber gewann vor Bernd Wilhelm das Finale mit einem Vorsprung von 2.170 Sekunden.

Fotos: Ralf Hofacker